Programm für die Arbeitsgruppen des bundesweiten Fachkongresses

Erster Tag — Mittwoch, 20. Juni 2018

AG 1: Die Quadratur der Kreise: Von der Genese zur Realisierung

Der Aufbau einer rechtskreisübergreifenden Unterstützungsstruktur ist ein Prozess, der sich von der konzeptionellen Planung bis zum praktischen Leben in mehreren Stufen vollzieht: Die Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII mit ihren jeweils eigenen Aufträgen, Arbeitsweisen und Eigenlogiken müssen zu einer gemeinsamen Sprache finden und sich auf gemeinsame Ziele einigen. Diese Abstimmung erfolgt in einem komplexen Verständigungsprozess von Landes- und kommunaler Ebene, der Bundesagentur für Arbeit und weiteren Akteuren.

In der Arbeitsgruppe sollen Erfahrungen zum Aufbau, der Planung und Umsetzung der rechtskreisübergreifenden Kooperation „unter einem Dach“ ausgetauscht und diskutiert werden.

Referenten/innen:

  • Frank Gabel, Leiter der RÜMSA-Koordinierungsstelle Halle (Saale)
  • Hartmut Sturm, Leitung des Geschäftsbereiches Übergang Schule Beruf am Hamburger Institut für Berufliche Bildung
  • Margrit Zauner, Abteilungsleiterin Arbeit und Berufliche Bildung in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin

Moderation: Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler (f-bb)
Ort: Wallonerkirche, Wallonerberg 6

AG 2: Stadt, Land, Web: Jugendberufsagenturen im ländlichen Raum

Die Einrichtung von Jugendberufsagenturen erfolgt in Flächenländer unter anderen Voraussetzungen als in Stadtstaaten. Jedes Land weist eine eigene Verwaltungsgliederung auf, Land und Kommunen teilen sich die Zuständigkeiten für den Schulbereich, es gibt verschiedene Regionaldirektions- und Agenturbezirke und unterschiedliche Organisationsmodelle für die Trägerschaft der Jobcenter. Damit erfolgen die erforderlichen Abstimmungs- und Steuerungsprozesse unter besonderen Bedingungen. Zudem sind die Wege für die Beteiligten und insbesondere für die jungen Menschen länger.

Wie gelingt die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit „aus einer Hand“ unter den Bedingungen eines Flächenlands?

Referenten/innen:

  • Dr. Kristin Körner, Referatsleiterin Fachkräfte und Berufliche Bildung im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
  • Doreen Ließ, Teamleiterin für Berufs-und Studienorientierung sowie Ausbildungsvermittlung in der Jugendberufsagentur Potsdam
  • Dirk Michelmann, Fachbereichsleiter Strategie und Steuerung Landkreis Harz

Moderation: Michael Steinbach (f-bb)
Ort: Johanniskirche (Kirchenschiff

AG 3: Kluge Köpfe, klug gesichert: Zusammen mit der regionalen Wirtschaft Fachkräfte gewinnen

Die Ausbildung von Nachwuchskräften stellt insbesondere kleine und mittlere Betriebe oft vor große Herausforderungen. In einigen Branchen verharrt das Ausbildungsplatzangebot daher seit Jahren auf einem niedrigen Niveau. Im Zuge von Abwanderungstendenzen junger Menschen wird umgekehrt die Gewinnung von Auszubildenden für viele Unternehmen insbesondere im ländlichen Raum zum Problem.

Welche Strategie und Lösungen gibt es, um Betriebe bei der Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und attraktiven Ausbildung zu unterstützen und junge Menschen in der Region zu halten?

Referenten/innen:

  • Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weißenfels;
    Dr. Simone Danek, Geschäftsführerin im Bereich Aus- und Weiterbildung der IHK Halle-Dessau
  • Dr. Alexandra Bläsche, Referatsleiterin Berufliche Bildung, Fachkräftepolitik im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

Moderation: Sylvia Lietz (isw)
Ort: Johanniskirche (Seminarraum. 1. OG)

AG 4: Kooperation macht Schule: Schulen als Partner am Übergang

Die Gestaltung einer systematisierten, ganzheitlichen und an den jeweiligen Interessen, Fähigkeiten und Neigungen ausgerichteten Berufsorientierung gehört zu den zentralen Aufgaben des Übergangsmanagements. Sowohl die allgemeinbildenden als auch die beruflichen Schulen sind hier wichtige Partner.

Wie sind hier kooperative Begleitstrukturen zu gestalten, um junge Menschen bei der Entwicklung ihrer Handlungs- und Berufswahlkompetenz für den Weg in die Berufs- und Arbeitswelt zu unterstützen?

Referenten/innen:

  • Anke Meyer, Fachdienstleiterin Sozial-, Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung Landkreis Salzlandkreis
  • Moritz Lorenzen, Bildungsmanager und Bildungsplaner des Kreises Segeberg (Schleswig-Holstein)
  • Dr. Petra Hoffmann, Referatsleitung Berufsorientierung, Übergang Schule-Beruf im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Moderation: Veronika Schlasze (f-bb)
Ort: IHK Magdeburg, Alter Markt 8

AG 5: Future now! Junge Zugewanderte am Übergang in den Beruf

Die Integration junger Geflüchteter in Deutschland ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Euphorie und Ernüchterung können hierbei sowohl bei den jungen Zugewanderten als auch bei den Betrieben nah beieinander liegen. Für einen systematischen Übergang junger Zugewanderter in den Beruf hat sich gezeigt, dass die regionale Kooperation der Akteure am Übergang unter Einbezug von Partnern von besonderer Bedeutung ist.

Wie können die Chancen auf Arbeitsmarktintegration nachhaltig erhöht und den jungen Zugewanderten eine berufliche Perspektive in Deutschland aufgezeigt werden?

Referenten/innen:

  • Cornelia Rohrbeck, Abteilungsleiterin Bildung und Planung im Fachdienst Jugend und Schule Landkreis Wittenberg;
    Doreen Hummel, Projektleiterin "Meine Chance — Berufsorientierung und Berufswegeplanung für neu zugewanderte junge Geflüchtete und Migranten", AWO Wittenberg
  • Werner Wendel, Referent Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Moderation: Ines Brückner (EBG)
Ort: IHK Magdeburg, Alter Markt 8

Zweiter Tag — Donnerstag, 21. Juni 2018

AG 6: Die Quadratur der Kreise: Von der Genese zur Realisierung. Weitere Beispiele

Der Aufbau einer rechtskreisübergreifenden Unterstützungsstruktur ist ein Prozess, der sich von der konzeptionellen Planung bis zum praktischen Leben in mehreren Stufen vollzieht: Die Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII mit ihren jeweils eigenen Aufträgen, Arbeitsweisen und Eigenlogiken müssen zu einer gemeinsamen Sprache finden und sich auf gemeinsame Ziele einigen. Diese Abstimmung erfolgt in einem komplexen Verständigungsprozess von Landes- und kommunaler Ebene, der Bundesagentur für Arbeit und weiteren Akteuren.

In der Arbeitsgruppe sollen Erfahrungen zum Aufbau, der Planung und Umsetzung der rechtskreisübergreifenden Kooperation „unter einem Dach“ ausgetauscht und diskutiert werden.

Referenten/innen:

  • Stefanie Glomm, Leiterin der RÜMSA-Koordinierungsstelle Jerichower Land
  • Jörg Neumerkel, Teamleiter Jobcenter Altenburg Land, Koordinator Jugendberufsservice Altenburger Land
  • Monika von Brasch, Leiterin der hessenweiten Koordination "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf" (OloV)
    Hilke Smit-Schädla, Referatsleiterin Berufliche Bildung im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung des Landes Hessen

Moderation: Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler (f-bb)
Ort: Wallonerkirche, Wallonerberg 6

AG 7: Synergien statt Parallelstrukturen: Verzahnung mit Förderprogrammen und kommunalen Leistungen

Zur Unterstützung der beruflichen und sozialen Integration junger Menschen besteht eine Vielzahl an Unterstützungsangeboten. Dazu gehören Bundes- und Landesprogramme zur Förderung der Berufsausbildung, teilweise durch gesetzliche Leistungen kofinanziert, Aufgaben im Rahmen der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe, Hilfen zur Erziehung und die Leistungen, die Kommunen in ihrer Eigenschaft als Träger des Jobcenters oder in einer gemeinsamen Einrichtung mit der Agentur für Arbeit erbringen. Eine zentrale Rolle spielen auch die kommunalen Eingliederungsleistungen (§16a SGB II) für Menschen, bei denen persönliche Problemlagen die Integration in Ausbildung und Arbeit erschweren, wie die Schuldnerberatung, die psychosoziale Betreuung und die Suchtberatung.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Jugendberufsagenturen ist die abgestimmte Erbringung von Angeboten und Leistungen. Aber wie kann dies konkret gelingen?

Referenten/innen:

  • Kathrin Hinze, RÜMSA-Koordinierungsstelle Dessau-Roßlau;
    Carola Weisigk, Anlaufstelle "ABSPRUNG" Dessau-Roßlau
  • Ralph Kersten, Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration — Übergangsmanagement Offenbach am Main
  • Stefan Gerber, Sachgebietsleiter Jugendhilfe – Schule – Beruf Jugendamt des Landkreises Neunkirchen

Moderation: Gunda Fischer (f-bb)
Ort: IHK Magdeburg, Alter Markt 8

AG 8: Catch Me If You Can: Zugangswege zu schwer erreichbaren jungen Menschen und ihrem Umfeld

Während ein Großteil der jungen Menschen den Abschluss der Schule und den Einstieg in die Ausbildung und Beruf erfolgreich meistert, gestaltet sich dies für Einige problematischer und ist oft ein langwieriger Prozess. Die Palette der Ursachen ist vielfältig, ob durch frühe Erfahrungen mit Armut, sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung, durch fehlende Unterstützung des Elternhauses, Ablehnung durch die Peergroup, krankheitsbedingt oder durch eine konträre Lebens- und Wertvorstellung zur Allgemeinheit. Ein Teil dieser jungen Menschen entzieht sich der Gesellschaft, hat sich sozusagen „entkoppelt“. Zudem wird diese Gruppe von den Angeboten der Sozialleistungssysteme nicht oder zumindest zeitweise nicht (mehr) erreicht.
Wie können diejenigen erreicht werden, die Hilfe am dringendsten benötigen?

Referenten/innen:

  • Thomas Holz, Betriebsleiter Jobcenter Salzlandkreis;
    Stefanie Montag, stellv. Geschäftsführerin Jobcenter Mansfeld-Südharz
  • Guido Stark, Projektleiter "lösBAR — Kontaktstellen für Jugendliche und junge Erwachsene", Internationaler Bund gGmbH, Halle (Saale)
  • Birgit Beierling, Referentin für Jugendsozialarbeit, Abteilung Soziale Arbeit beim Paritätischen Gesamtverband;
    Hans Steimle, Bereichsleiter Jugendpolitik und Fachberatung, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V. (BAG EJSA)

Moderation: Michael Steinbach (f-bb)
Ort: Johanniskirche (Kirchenschiff)

AG 9: "Was geht bei Dir so?" — JBA jugendgerecht ausgestalten

Jugendberufsagenturen bieten jungen Menschen einen Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Um sie für die Angebote zu gewinnen, bedarf es der jugendgerechten Ansprache. Das sollte in unterschiedlichen Kontexten mitgedacht werden: Von der räumlichen Gestaltung der Anlaufstellen, über die Entwicklung von virtuellen Angeboten bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.
Wie gelingt dies und wie können Jugendliche bei der Gestaltung der Angebote einbezogen werden?

Referenten/innen:

  • Andrea Vettorazzi, RÜMSA-Koordinierungsstelle Landkreis Mansfeld Südharz
  • Wolfgang Stemann, Fachbereichsleiter Soziale Dienste des Jugendamtes und Sozialplanung im Rhein-Hunsrück-Kreis
  • Martin Schubert, Referent Fachkräfte und Berufliche Bildung, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration in Sachsen-Anhalt

Moderation: Veronika Schlasze (f-bb)
Ort: Johanniskirche (Seminarraum 1.OG)

AG 10: Step By Step: Von der Schule in den Beruf

Die duale Berufsausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Trotzdem wird gut ein Viertel der Ausbildungsverträge frühzeitig gelöst. Vielerorts fehlen geeignete Bewerber/innen oder die Ausbildungsstellen passen nicht zur Lebenswelt der jungen Menschen. Die Berufsorientierung als fester Bestandteil in allen Schulformen trägt zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf bei. Der Beitrag der Schulen am Übergang in Kooperation mit regionalen und Wirtschaftspartnern hat immer mehr an Bedeutung zugenommen. Wie können die Schritte von der Schule in den Beruf gemeinsam nachhaltig gestaltet werden? Was macht eine Schule stark und vorbildlich in der Berufsorientierung? Wie finden Betriebe und junge Menschen zusammen?

Referenten/innen:

  • Heike Schittko, Vorsitzende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Halberstadt;
    Stefanie Oelmann, Leiterin der RÜMSA-Koordinierungsstelle Harz
  • Jutta Morr, Leiterin der RÜMSA-Koordinierungsstelle Altmarkkreis Salzwedel
  • Dr. Dag Danzlock, Referatsleiter Betriebliche und überbetriebliche Berufsbildung, Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen, Europäische Strukturfonds, Landesausschuss für Berufsbildung Niedersächsisches Kultusministerium

Moderation: Sylvia Lietz (isw)
Ort: IHK Magdeburg, Alter Markt 8

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