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Forum 1: Ausbildungsverbünde - eine Investition für die Zukunft

Moderation:
  • Martin Schubert, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Inputgebende:
  • Sabine Baum, "Programm zur qualifizierten Ausbildung im Verbundsystem", Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg
  • Kerstin Josupeit-Metzner, Verbundberatung Duale Berufsausbildung in Berlin, Berlin

Ein Ausbildungsverbund besteht aus verschiedenen Betrieben, die sich zum Zweck einer vollständigen Berufsausbildung gegenseitig ergänzen. Die Organisationsform ist flexibel, ob als Konsortium oder Verein, als Leitbetrieb mit mehreren Partnerbetrieben oder in Form der Auftragsausbildung. Sie alle vereint aber der Gedanke, mit Hilfe eines Netzwerkes die Ausbildungsqualität im Betrieb zu steigern und die Ausbildung für die Auszubildenden attraktiver zu gestalten.

Die beiden Referentinnen aus Berlin und Brandenburg verschafften den Teilnehmenden einen guten Einblick in die Verbundlandschaft ihrer Bundesländer.  So profitieren Berliner Unternehmen bereits seit mehreren Jahren vom kostenfreien und umfassenden Service der Verbundberatung Berlin, die mit ihrem großen Netzwerk Verbundausbildung anregt und aktiv begleitet. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche profitieren von diesem Angebot ganz konkret. Und auch das Land Brandenburg stärkt diese Art der Zusammenarbeit von Betrieben. Mit seinem Programm „Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem“ wird nicht nur die Attraktivität der dualen Ausbildung erhöht, sondern auch ein leistungsfähiges Ausbildungssystem am Lernort Betrieb gewährleistet und dadurch vorzeitige Abbrüche verhindert.

Die Präsentationen zur Veranstaltung können Sie im Folgenden herunterladen:

Erfahrungen/Mehrwert

  • Es braucht eine Person, die sich „kümmert“ und den Verbund begleitet.
  • Die Gründung von Ausbildungsverbünden ist stark von der Branche und der Betriebsgröße abhängig. 
  • Bedarfe zeichnen sich in folgenden Branchen ab: Logistik, Immobilienbranche.
  • Für Ausbildungsverbünde sprechen: Bindende Verankerungen im Ausbildungsvertrag, Azubis bauen breiteres Fachwissen auf und können sich spezialisieren, Netzwerke werden gestärkt, die Kosten-Nutzen-Rechnung ist meist von Vorteil für den Betrieb.
  • Weitere positive Effekte von Ausbildungsverbünden sind: Persönliches Wachstum, Verbesserungen von Prüfungsergebnissen, Sammeln von Erfahrungen.
  • Es erfolgt ein Abbau von Vorbehalten, die im Zusammenhang mit Ausbildungsverbünden oft bestehen wie beispielsweise, zu hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand für die Betriebe, gegenseitige Abwerben von Azubis, starkes Konkurrenzdenkens untereinander etc.   

Nachhaltigkeit

  • Die Ausbildungsbereitschaft von Betrieben wird gestärkt.
  • Mit Ausbildungsverbünden geht eine Qualitätssteigerung in der Ausbildung einher.
  • Ausbildungsverbünde tragen langfristig zur Sicherung von Fachkräften für die Region bei.

 

Broschüre: Verbundausbildung – vier Modelle für die Zukunft

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