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FAQs Ausbildung in Corona-Zeiten

FAQs zum Thema Ausbildung in Corona-Zeiten

Mit dem Sommer 2021 kehrt, so scheint es, auch ein Stück Vor-Corona-Normalität zurück. Urlaubsreisen sind wieder möglich, Einkaufen ohne Termin ebenfalls und die Fußballstadien öffnen anlässlich der EM Zehntausenden ihre Pforten.

Gleichzeitig häufen sich jedoch Nachrichten über die rasante Verbreitung einer ansteckenderen Variante des Corona-Virus und noch nicht absehbare negative Auswirkungen der Pandemie auf deutsche Unternehmen gepaart mit einem Rückgang von neuen Ausbildungsverträgen.

Der Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 01. September 2021 liegt daher im Ungewissen zwischen Krisenmodus und Aufbruchstimmung. Das kann für Eltern und deren Kinder welche die Schule gerade abgeschlossen haben, verunsichernd sein.

Im Folgenden werden daher einige der gängigsten Fragen und Behauptungen zur Ausbildung in der Corona-Pandemie näher beleuchtet und geklärt.

Zum Download der FAQs nutzen Sie diesen Link:
FAQs zum Thema Ausbildung in Corona-Zeiten [Stand: Juli 2021]

Welche Chancen haben die Auszubildenden nach ihrem Abschluss?

Junge Menschen mit einer abgeschlossenen dualen Berufsausbildung haben hervorragende Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Der Fachkräftesituation in Sachsen-Anhalt ist moderat angespannt, Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Junge Fachkräfte werden dringend benötigt und können daher mit einem optimistischen Blick in die Zukunft schauen.

Eine Studie vom Bundesinstitut für Berufsbildung zeigt, dass die geplante Übernahme von Auszubildenden aufgrund der Corona-Pandemie bei wenigen Betrieben gefährdet ist, eine Ausnahme bilden dabei Betriebe im Gastgewerbe.

Ein Studium - Eine sichere Entscheidung?

Ein Studium ist nicht immer die richtige Wahl. In Deutschland brechen 32 Prozent der Studienanfänger*innen das Studium ab. Gründe für den Abbruch sind vor allem die falsche Fächerwahl, aber auch der fehlende Praxisbezug vieler Studiengänge. Durch einen Studienabbruch und die Neuorientierung wird der Start in das Berufsleben weiter verzögert. Nach einer Ausbildung gibt es viele Möglichkeit zur Fort- und Weiterbildung, um sich weiter zu qualifizieren. Ein Studium im Anschluss an die Ausbildung oder nach ein paar Jahren im Beruf ist vielfach möglich. Eine gute Mischung aus Praxis und Theorie bietet ebenfalls das duale Studium. In einigen Studiengängen können dabei sowohl ein Ausbildungs- als auch ein Studienabschluss erworben werden. Weitere Informationen zu Angeboten des dualen Studiums finden sich in der Datenbank AusbildungPlus des Bundesinstitut für Berufsbildung.

Lohnt sich Ausbilden für Unternehmen noch?

Unternehmen, die junge Menschen ausbilden, profitieren in mehrfacher Hinsicht davon! Zum einen profitieren sie bereits während der Ausbildung von den Talenten und Fähigkeiten der Auszubildenden, zum anderen bereiten sie den Nachwuchs sehr gezielt auf die zukünftigen Aufgaben innerhalb des Unternehmens vor. Das spart den Unternehmen viel Zeit und Geld in der Einarbeitung und wirkt Fehlbesetzungen entgegen. Mitarbeitende die bereits ihre Ausbildung in einem Unternehmen gemacht haben, fühlen sich stärker mit ihm verbunden, sie identifizieren sich mit dem Unternehmen. Bildet ein Unternehmen aus, hat es auch Imagevorteile, da die Ausbildung junger Menschen zum Gemeinwohl beiträgt.

In der Corona-Krise lohnt es sich auch finanziell für Unternehmen junge Menschen auszubilden. Im Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Pandemie betroffen sind, gefördert. Ziel ist es Ausbildungsplätze zu erhalten, zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen, Kurzarbeit für Auszubildende zu vermeiden und die Übernahme von Auszubildenden durch andere Unternehmen bei Unternehmensinsolvenz zu fördern. Dabei werden unter bestimmten Bedingungen Prämien und Zuschüssen an die Unternehmen gezahlt.

Laut einer Studie vom Bundesinstitut für Berufsbildung werden 81 Prozent der Unternehmen im gleichen Umfang wie bisher Ausbildungsstellen zur Verfügung stellen, 13 Prozent haben vor den Anteil von Ausbildungsstellen sogar zu erhöhen.

Ist eine umfassende Berufsorientierung in Corona-Zeiten überhaupt möglich?

Eine Sammlung von Angeboten zur Berufsorientierung finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Bildungsservers: Angebote der digitalen Berufsorientierung. Auch die regionalen Jugendberufsagenturen (JBA) in Sachsen-Anhalt sind kompetente Ansprechpartner bei Fragen rund um die Berufsorientierung. Eine Übersicht über die regionalen JBAs in Sachsen-Anhalt erhalten Sie auf der Seite des Regionalen Übergangsmanagements (RÜMSA).

Neben den allgemeinen Angeboten zur Berufsorientierung, gibt es verschiedene Angebote für spezielle Zielgruppen: zum Beispiel für Angebote im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), Angebote für Jugendliche mit Migrationshintergrund im Norden und Süden Sachsen-Anhalts sowie spezielle Berufsorientierungstage für Mädchen und Jungen.

Keine Veranstaltungen: Findet man ohne persönlichen Kontakt eine Ausbildungsstelle?

Mittlerweile gibt es zahlreiche digitale Ausbildungsmessen. Auf diesen können sich Eltern und Jugendliche über Berufsbilder, Unternehmen sowie Hochschulen informieren und mit diesen in den persönlichen Kontakt treten. Eine Übersicht über digitale Ausbildungsmessen finden Sie im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit: Übersicht Ausbildungsmessen.

Auch die verschiedenen Jugendberufsagenturen (JBA) in Sachsen-Anhalt veranstalten digitale Formate zur Ausbildungsstellenvermittlung. Eine Übersicht über die regionalen JBAs in Sachsen-Anhalt erhalten Sie auf der Seite des Regionalen Übergangsmanagements (RÜMSA)

Unternehmen zurückhaltend: Ist trotz der hohen Hygiene- und Abstandsregeln überhaupt ein Praktikum möglich?

Praktika stellen für viele Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels ein unverzichtbares Mittel dar, um zukünftige Fachkräfte frühzeitig zu erkennen und an sich zu binden. Die Beteiligung von Kammern, Verbänden sowie Jugendberufsagenturen an der im Juni gestarteten Praktikumsoffensive unter dem Titel: #MeinPraktikumMeineAusbildung2021 zeigen das deutlich. Für Praktikant*innen gelten dieselben Hygieneregeln und Corona-Arbeitsschutzmaßnahmen, die für die Mitarbeiter*innen der Unternehmen sowieso schon gelten.

Einen Ausbildungsplatz muss jede/r selbst finden - oder?

Eltern und Schüler*innen werden nicht allein gelassen! In der Schule gibt es Lehrkräfte, welche Berufsorientierung anbieten. Mit einem Anruf oder einer E-Mail bei der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer können schnell wichtige Fragen geklärt werden.

Kompetente Berufsberater*innen finden Sie auch bei den Jugendberufsagenturen vor Ort. Welcher Weg ist der richtige für mein Kind? Wie bekommt man einen Praktikumsplatz? Welche spannenden Unternehmen bieten einen Ausbildungsplatz? Welche Unterstützung gibt es während der Ausbildung? Auf all diese und weitere Fragen erhalten Sie hier Antworten. 

Schleudersitz-Ausbildung: Auszubildende können doch schnell wieder gekündigt werden, oder?

Auszubildende genießen einen besonderen Kündigungsschutz, d.h. sie können nach Ablauf der Probezeit (mind. 1 bis max. 4 Monate) nur aufgrund außerordentlicher Gründe gekündigt werden. Dazu gehören u. a. Diebstahl oder wiederholtes, unentschuldigtes Fehlen. Muss ein Unternehmen Kurzarbeit anmelden, ist das kein rechtfertigender Grund für eine Kündigung. Eine Insolvenz des Arbeitsgebers ermöglicht zwar die Auflösung des Ausbildungsvertrags. Bevor dies geschieht, setzen sich das Unternehmen und die Agentur für Arbeit aber rechtzeitig zusammen, um einen anderen Betrieb für zu finden, in dem die Ausbildung fortgesetzt werden kann.

Erhöht Kontakt zu Unternehmen und Berufsschule die Ansteckungsgefahr?

Nicht prinzipiell, gesetzlich sind Unternehmen dazu verpflichtet, sich an sehr strenge Hygieneregeln zu halten. In der Corona-Arbeitsschutzverordnung sind Maßnahmen geregelt, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten während der Pandemie zu gewährleisten.Außerdem haben Unternehmen selbst ein Interesse daran, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen zu schützen. Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle verringern die Produktivität und bedeuten damit auch finanzielle Einbußen.

Lehrkräfte der Berufsschulen haben in der Impfrangfolge eine höhere Priorisierung (Priorität 3) und haben ab dem 15. Mai 2021 ein Impfangebot erhalten. Auch in Berufsschulen gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln die regelmäßig aktualisiert und angepasst werden.

Ist durch die Corona-Maßnahmen die Qualität der Ausbildung gesunken?

Eine pauschale Aussage kann es hierzu nicht geben, denn die Ausbildungsqualität hängt unabhängig von Corona stark vom jeweiligen Ausbildungsberuf bzw. der Branche ab. Des Weiteren spielt die Größe des Ausbildungsbetriebs eine Rolle – größere Betriebe verfügen oftmals über bessere personelle und materielle Voraussetzungen sowie Strukturen, die die Einhaltung der Ausbildungspläne sicherstellen.

Im Hinblick auf die Ausbildungsqualität in der Corona-Pandemie lässt sich Folgendes feststellen: Betrieblichen Einschränkungen für Auszubildende gehen häufig mit Lücken in der Wissensvermittlung einher. Allerdings konnten diese Lücken in den meisten Fällen auch wieder geschlossen werden. 

Berufsschulen geschlossen: Findet Unterricht in der Pandemie nur noch digital statt und finden Prüfungen nicht statt?

Sollte Präsenzunterricht in der Berufsschule wegen des aktuellen Infektionsgeschehens nicht stattfinden können, wird auf digitale Angebote sowie auf Eigenarbeit gewechselt. Dabei besteht ein enger Austausch zwischen den Berufsschulen und den Kammern. Auszubildende die sich auf die Zwischen- oder Abschlussprüfungen vorbereiten, werden bevorzugt vor Ort beschult. Weiterführende Informationen zu Prüfungen in der Pandemie finden Sie z. B. auf der Internetseite der IHK: Informationen zu Prüfungen.

Antworten zu weiteren Fragen für den Bereich Ausbildung während der Corona-Pandemie finden Sie u. a. auf den Seiten

… der IHK Magdeburg sowie IHK Halle/Dessau

… der HWK Magdeburg sowie HWK Halle

… der Deutschen IHK

… auf Ausbildung.de

Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie erhalten Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums unter Coronavirus: Aktuelles | FAQs | Maßnahmen (bundesgesundheitsministerium.de) sowie unter  Zusammen gegen Corona | Bundesministerium für Gesundheit.

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Durch individuelle Coaching- und Profilingangebote fördert KomBIS im #Saalekreis speziell die Berufswahlkompetenzen von Schüler*innen, die vom Gymnasium zur Sekundarschule gewechselt haben. #Berufsorientierung

 

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