Menu
menu

Junge Geflüchtete am Übergang Schule - Beruf

1. Interaktive Karte: Angebote und Beratungsmöglichkeiten für junge Geflüchtete

Die interaktive Karte zeigt Ihnen, welche Angebote und Beratungsmöglichkeiten es in Sachsen-Anhalt für die berufliche Entwicklung junger Geflüchteter gibt. Nutzen Sie die offene Suchfunktion, die Suche nach Angebotsbereichen oder die Umkreissuche, um das passende Angebot in Ihrer Region zu finden. Die Landkarte soll beständig erweitert werden. mehr...

Zum Seitenanfang

2. Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete"

Die Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" bietet statistisches Material u.a. zur Situation von unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMAs) in den Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts, zum Anteil der Asylsuchenden unter den gemeldeten erwerbsfähigen Personen und zu den gemeldeten Bewerber/innen für Berufsausbildungen. Zudem werden die Teilnahmen an ausgewählten arbeitspolitischen Maßnahmen zur Berufswahl und Berufsausbildung in den Landkreisen/kreisfreien Städten ausgewiesen.

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" IV. Quartal 2020 (Stand: Dezember 2020)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" III. Quartal 2020 (Stand: September 2020)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" II. Quartal 2020 (Stand: Juni 2020)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" I. Quartal 2020 (Stand: April 2020)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" IV. Quartal 2019 (Stand: Februar 2020)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" III.Quartal 2019 (Stand: Oktober 2019)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" II.Quartal 2019 (Stand: Juli 2019)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" I. Quartal 2019 (Stand: April 2019)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" IV. Quartal 2018 (Stand: Januar 2018)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" III. Quartal 2018 (Stand: Dezember 2018)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" II. Quartal 2018 (Stand: Juli 2018)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" I. Quartal 2018 (Stand: April 2018)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" IV. Quartal 2017 (Stand: Januar 2018)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" III. Quartal 2017 (Stand: Oktober 2017)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" II. Quartal 2017 (Stand: Juli 2017)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" I. Quartal 2017 (Stand: April 2017)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" IV. Quartal 2016 (Stand: Januar 2017)

Arbeitshilfe "Statistik Geflüchtete" III. Quartal 2016 (Stand: November 2016)

Zum Seitenanfang

3. Materialien und weitere Informationen

 

 

3.1. Arbeitshilfe Geflüchtete

Die Arbeitshilfe der Landesnetzwerkstelle beinhaltet u.a. eine einführende Übersicht zur Unterscheidung des jeweiligen rechtlichen Status von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte und des damit verbundenen Zugangs zu Ausbildung und Beschäftigung bzw. zu Praktika und Sprachförderung. Darüber hinaus bietet sie einen ersten Überblick zu regionalen Akteure im Arbeitsfeld und Förderprogrammen.

Arbeitshilfe "Geflüchtete" (Stand: November 2016)

Die Übersicht "Geflüchtete: Zahlen - Daten - Fakten - Informationen" gibt Akteure, Betrieben und zugewanderten Menschen Links zu weiteren nützlichen Angeboten und Materialien.

Link-Liste "Geflüchtete: Zahlen - Daten - Fakten - Informationen" (Stand: Oktober 2016)

Zum Seitenanfang

3.2 Arbeitsmarktintegration und Ausbildungsduldung

Das Integrationsgesetz vom 6. August 2016 sieht eine Neuregelung des § 60a Absatz 2 Satz 4 ff. AufenthG zur Ausbildungsduldung vor. Nachfolgend wird eine Zusammenfassung der wesentlichen Regelungen des Erlasses des Landes Sachsen-Anhalt bezüglich der Ausbildungsduldung gegeben.

Ziel

Die Regelungen zur Ausbildungsduldung haben zum Ziel, Rechtssicherheit für Geduldete und Betriebe herzustellen, die die Durchführung einer qualifizierten Berufsausbildung (nach § 6 Absatz 1 Satz 2 BeschV) planen. Es wird Klarheit über die Bedingungen einer Duldung zu Ausbildungszwecken für beide Seiten geschaffen. So können Unsicherheiten vor der Ausbildungsaufnahme (Einstellungshemmnisse) verringert und die Ausbildungsquote erhöht werden.

Geltungsbereich

Von der Möglichkeit, eine Ausbildungsduldung zu beantragen, profitieren

  • Menschen mit Duldungsstatus (außer im Dublin-Überstellungsverfahren) und
  • Menschen in Ausbildung, deren Aufenthaltsgestattung durch eine Ablehnung des Asylantrages in eine Duldung übergeht (Anschlusserlaubnis zur Beschäftigung erforderlich).

Dauer

Die Ausbildungsduldung gilt für die gesamte Dauer der Ausbildung (§ 60a Absatz 2 Satz 5 AufenthG). Außerdem gelten folgende Festlegungen:

  • Die Ausbildungsduldung bietet nicht die Möglichkeit der Verkürzung oder die Formulierung von Aufhebungsbedingungen und erlischt nur bei vorsätzlichen Straftaten, vorzeitiger Beendigung der Ausbildung oder fehlender Start (Nichtbetreiben) der Ausbildung durch den Auszubildenden.
  • Für die Vorlaufzeit ist eine Ermessensduldung (§60a Abs.2 Satz 3 AufenthG) grundsätzlich möglich, z.B. für ausbildungsvorbereitende Maßnahmen oder max. 6 Monate zur zeitlichen Überbrückung vom Zeitpunkt der Vertragsschließung bis zum Ausbildungsbeginn, soweit zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung (wie z.B. die Zustellung eines Briefs zur Abschiebung) eingeleitet wurden.
  • Bei Abbruch oder Wechsel der Ausbildung sind einmalig sechs Monate Duldung zur Suche eines neuen Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes (§ 60a Absatz 2 Satz 10 AufenthG) vorgesehen. Auch nach einem Wechsel gilt die Ausbildungsduldung wieder für die gesamte Ausbildungszeit.
  • Nach erfolgreichem Abschluss wird eine Verlängerung der Duldung zur Beschäftigungssuche für sechs Monate (§ 60a Absatz 2 Satz 11 AufenthG) gewährt und es kann unter bestimmten Vorausetzungen eine Aufenthaltserlaubnis für qualifizierte Geduldete zum Zweck der Beschäftigung (nach § 18a AufenthG) vergeben werden.
  • Bei Beendigung der Ausbildung besteht eine schriftliche Mitteilungspflicht des Ausbildungsbetriebs bzw. der Berufsschule ("Ausbildungsstelle") an die Ausländerbehörde innerhalb von einer Woche! Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, droht eine Sanktion.

Beschäftigungserlaubnis

Eine Erlaubnis zur Beschäftigung ist in jedem Fall unbedingt erforderlich und muss auch für vorbereitende Maßnahmen vorliegen. Für die Beschäftigungserlaubnis gelten folgende Hinweise:

  • Der Antrag auf Ausbildungsduldung ist zugleich der Antrag auf die Erteilung der erforderlichen Beschäftigungserlaubnis (§ 4 Absatz 2 Satz 3 AufenthG). · Eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit ist für die Ausbildung nicht nötig.
  • Wenn kein Ausschlussgrund (§ 60a Abs.6 AufenthG) vorliegt, soll eine Beschäftigungserlaubnis grundsätzlich erteilt werden. Trotz dessen besteht ein geringes Erteilungsermessen, wie in den "Anwendungshinweisen des Bundesministeriums für Inneres (BMI)" ausgeführt wird (siehe hier S.11).
  • Für Menschen, die aus "sicheren Herkunftsländern" (nach § 60a Absatz 6 Satz 1 Nr. 3 AufenthG) kommen, ist das Datum des förmlichen Asylantrags entscheidend (§ 14 AsylG). Liegt dieses nach dem Stichtag des 31.08.2015, so kann keine Beschäftigungserlaubnis erteilt werden und somit besteht für diese Menschen auch kein Zugang zur Ausbildungsduldung.

Aufenthaltsbeendende Maßnahmen

Eine Ausbildungsduldung wird nicht erteilt, wenn konkrete Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits bevorstehen. Dies ist z.B. der Fall,

  • wenn eine Abschiebung tatsächlich möglich ist und diese konkret vorbereitet (Terminierung) wird oder ein Verfahren zur Dublin-Überstellung läuft oder
  • wenn ein Pass(ersatz-)papier beantragt worden ist und damit Aufenthaltsbeendigung absehbar ist. · Nicht absehbar ist die Aufenthaltsbeendigung jedoch, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein gestellter Antrag auf Erteilung eines Passersatzpapiers von den Behörden des Herkunftsstaates überhaupt nicht bearbeitet werden.
  • Sofern die Ausländerbehörde erst nach einem Antrag zur Ausbildungsduldung konkrete Abschiebungsmaßnahmen einleitet, stehen diese der Erteilung der Duldung nicht entgegen.

Sonstige

 Informationen Außer den beschriebenen Regelungen sind des weiteren die nachstehenden Hinweise zu beachten: · Der Antrag auf Ausbildungsduldung muss vom Begünstigten (dem/der Geduldeten) selbst gestellt werden.

  • Neben der Beschäftigungserlaubnis ist der Eintrag des Ausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bzw. der "Geprüft"-Stempel (z.B. der Kammer) Voraussetzung für die Duldungserteilung.
  • Grundsätzlich wird aufgrund einer Erteilung einer Ausbildungsduldung für den Auszubildenden keine Duldung für weitere Familienangehörige ausgestellt (Ausnahme nach Ermessen §60a Absatz 2 satz3 AufenthG).
  • Auf Basis der Ausbildungsduldung ist kein Familiennachzug möglich.
  • Ein Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht stellt nur dann einen Ausschlussgrund dar, wenn dadurch eindeutig die Verhinderung der aufenthaltsbeendenden Maßnahmen verursacht wird.

Tiefergehende Dokumente sind zum einen die

"Allgemeinen Anwendungshinweise des Bundesministeriums des Innern zur Duldungserteilung nach §60a AufenthG", Teil IV und zum anderen der Erlass des Landes Sachsen-Anhalt "Praktische Umsetzung der Anspruchsduldung zu Ausbildungszwecken - § 60a Abs.2 Satz 4 AufenthG", denen Einzelheiten zu den Festlegungen und ein "Zug-um-Zug -Verfahren" zur Beantragung entnommen werden können.

Weitere Informationen zur Integration in Ausbildung und Arbeit in Sachsen-Anhalt erhalten Sie auf dem Portal des Zentrums für Migration und Arbeitsmarkt - ZEMIGRA

Zum Seitenanfang

3.3 Regionale Prozessketten

Prozessketten für die Integration Zugewanderter und Geflüchteter bieten haupt- und ehrenamtlichen Berater*innen und Unterstützer*innen sowie Unternehmen eine Orientierung über zuständige Stellen, Angebote und Ansprechpersonen vor Ort.

Entwickelt wurden die Prozessketten von den Landkreisen und kreisfreien Städten, um den Integrationsprozess und damit das Ankommen vor Ort zu erleichtern. Zentrale regionale und landesweite Akteure wurden am Entstehungsprozess beteiligt, um die regionalen Angebote möglichst vollständig darzustellen und die Expertise aus der Praxis dabei zu berücksichtigen. Der Zugang zu Bildungsangeboten soll so erleichtert und Transparenz über Bildungsmöglichkeiten hergestellt werden.

 

 

4. Landesweite Kooperation zur Unterstützung junger Geflüchteter

Die seit 2016 bestehende Kooperationsvereinbarung zwischen den KAUSA Servicestellen in Sachsen-Anhalt, der Beratungsstellen „Migrant*innen in duale Ausbildung" (MiiDU) und der Landesnetzwerkstelle RÜMSA wurde im August 2018 durch die Willkommenslotsen in Sachsen-Anhalt erweitert.

Ziel der Kooperation ist eine landesweit abgestimmte Vorgehensweise bei der Förderung junger Menschen mit Migrations- und/oder Fluchtgeschichte am Übergang von der Schule über die berufliche Ausbildung in den Beruf in Sachsen-Anhalt. Die Kooperation zielt dabei sowohl auf die Unterstützung junger Menschen und ihrer Eltern als auch auf die Unterstützung von Betrieben und der Landkreise und kreisfreien Städte des Landes.

Die konkreten Ziele und die inhaltliche Ausgestaltung der Zusammenarbeit wurden in einer verbindlichen Kooperationsvereinbarung beschlossen.

KOOPERATIONSVEREINBARUNG zur Zusammenarbeit in Sachsen-Anhalt zwischen den KAUSA Servicestellen vor Ort, den Beratungsstellen „Migrant*innen in duale Ausbildung“ (MiiDU), den Willkommenslotsen in Sachsen-Anhalt und der Landesnetzwerkstelle RÜMSA im Landesprogramm Regionales Übergangsmanagement (RÜMSA)

Kontaktdaten

Interessierte Akteure aus den Landkreisen und kreisfreien Städten wenden sich bitte an:

Sarah Seyfried
Landesnetzwerkstelle RÜMSA (LNS)
Telefon: +49 391 504793 16
E-Mail: sarah.seyfried(at)f-bb.de

Interessierte Jugendliche und/oder Unternehmen wenden sich bitte an:

Sabine Will
KAUSA Servicestelle Nord

Ausbildungsverbund für die Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V.
Telefon: +49 391 1861342
E-Mail: will(at)abv-magdeburg.de
Webseite: https://www.abv-magdeburg.de/bewerber/projekte/kausa.html

Dr. Preuß Egon
KAUSA-Servicestelle Süd
IHK Bildungszentraum Halle – Dessau GmbH
Telefon: +49 345 1368821
E-Mail: epreuss(at)ihkbiz.de
Webseite: https://www.ihkbiz.de/11-allgemeines/projekte/747-kausa.html

Dr. Anke Eichrodt
Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA)
Telefon: +49 176  444 093 79
E-Mail: anke.eichrodt(at)lamsa.de
Webseite: https://www.lamsa.de

Larissa Heitzmann
Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA)
Telefon: +49 391  990 505 45
E-Mail: larissa.heitzmann(at)lamsa.de
Webseite: https://www.lamsa.de

Konrad Bräuer
Willkommenslotsen in Sachsen-Anhalt

Bildungsverbund Handwerk der Altmark e.V.
Telefon: +49 3901 3077018;
E-Mail: k.braeuer(at)bvh-karriere.de
Webseite: https://bvh-karriere.de/

Peter Kaminski
Willkommenslotsen in Sachsen-Anhalt

Verein zur Berufsförderung der Bauindustrie in Sachsen-Anhalt e.V.
Telefon: +49 391 2896570
E-Mail: wl2019-bbzm(at)bauausbildung.de
Webseite: https://www.bauausbildung-magdeburg.de/willkommenslotse

Zum Seitenanfang